Unsere Pferde
Hier stellen wir unsere Schützlinge vor. Sportpferde, die ausgemustert wurden, vernachlässigt, misshandelt. Wir kümmern uns liebevoll mit Verstand und Hingabe um jedes Pferd.

Djamal
Djamal ist ein Hannoveraner mit einem Stockmaß von 1,70 m und einem Gewicht von 600 kg.
Djamal ist wie ein Akademiker im besten Alter, der auch gerne als solcher behandelt werden möchte: klar, ruhig und freundlich. Stimmt das, ist er ein treuer und sensibler Begleiter.
Djamal kommt aus dem Dressurreitsport. Er ist auf hohem Niveau ausgebildet und für Turniere trainiert worden, das allerdings mit viel Gewalt. Um sich selbst zu helfen, hat er Strategien entwickelt sich der menschlichen Einwirkung zu entledigen, weshalb er als Beritt-/Trainingspferd zu Eileen Kraus kam.
Djamal weiß, wie er behandelt werden möchte (und wie nicht). Erfolgt das nicht nach seinen Vorstellungen, verweigert er die Kooperation und eine Zusammenarbeit ist nur noch schwer möglich. Er hat aber nicht nur seelische Narben. An seinem Bauch hat er links einen weißen Fleck, der von übermäßigem Sporeneinsatz verursacht wurde. Die Haut wurde von den Sporen so sehr verletzt, dass die Farbproduktion für die Fellfarbe an diesen Stellen gestört wurde.

Jessy
Jessy, ein Deutsches Reitpony, bringt bei einem Stockmaß von 1,40 m 300 kg auf die Waage.
Jessy ist eine Prinzesin, die genau weiß, was sie gern möchte. Trotz allem ist sie freundlich und nimmt gerne die Rolle der Oma oder Ersatzmama für andere ein.
Jessy war ursprünglich ein Pony für Springturniere. Als die Turnierteilnahme wegen durch einen Springunfall verursachten Blindheit nicht mehr möglich war, wurde sie an eine Reitschule verkauft, die sie an ein junges Mädchen weitergab. Das verlor aber schnell das Interesse an Jessy und ließ sie in einem Stall verwahrlosen. Über Jahre hatte sie Tag und Nacht, im Winter und im Sommer, dieselbe Decke an, unter der sich Bakterien und Pilze nur so tummelten. Einen Tierarzt sah sie in dieser Zeit nie. Nach dem Kauf durch Eileen Kraus musste die löchrige Decke von ihr losgeschnitten werden, um sie medizinisch behandeln zu können. Unter der fürsorglichen Pflege blühte sie wieder auf.
Wegen ihrer Geschichte meidet Jessy Menschenmengen. Durch das exzessive Springreiten hat sie starke Arthrose (Spat), was sie im Alltag teilweise sehr stark einschränkt. Während ihrer Zeit als Springpony stürzte sie in den Sprung und zog sich eine Schädelfraktur zu und erblindete auf dem rechten Auge. Aufgrund dessen wird sie wahrscheinlich mit zunehmendem Alter nicht mehr im Herdenverband leben können. Ein weißer Fleck am Rücken zeugt außerdem von einem lange unpassenden Sattel.

Unser nächster Schützling
Es ist traurige Realität, dass ungezählte Sportpferde wegen ihres Alters, ihrer Verletzungen oder Desinteresse seitens ihrer Besitzer dringend Hilfe brauchen, um der Verwahrlosung oder der Misshandlung zu entkommen.
Ihre Spende, Ihre Mitgliedschaft oder Patenschaft, Ihr Engagement in der Vereinsarbeit helfen uns zu helfen.
